Informationen zum Thema Kaffeemittel
Feigenkaffee, Inulin, Landkaffee / Getreidekaffee, Malzkaffee, Zichorie
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Landkaffee / Getreidekaffee
Koffeinfreies Getränk aus diversen Getreide-Zutaten (Malz, Gerste, Roggen, Feigen, Zichorie etc.). Eine bekömmliche und wohlschmeckende Alternative zum Bohnenkaffee.
Geschichte:
Während des Kaffeeverbots von 1780 und Napoleons Kontinentalsperre gegen England (1806) wurden Alternativen zu dem Luxusgetränk Bohnenkaffee gesucht und gefunden. Muckefuck (aus dem Französischen mocca faux = falscher Kaffee) und Blümchenkaffee waren bald die landläufigen Begriffe für den Kaffee-Ersatz (Kaffeesurrogat). Ursprünglich aus Zichorienwurzeln - einer Verwandten unserer Chicoree-Pflanze - hergestellt, ist das salatähnliche, äußerst ballaststoffreiche (inulinhaltig) Gewächs heute nur noch ein Bestandteil des Getreidekaffees.
Herstellung:
Die Grund-Zutaten sind z.B. Malz, Feigen, Gerste, Roggen und Zichorie . Gerste, Roggen und Zichorien entwickeln über das Rösten beziehungsweise Darren den würzigen, herzhaften Geschmack. Feigen sollen den Geschmack abrunden. Die gerösteten Zutaten werden gemahlen (filterfähige Variante) bzw. extrahiert und anschließend sprühgetrocknet und sind somit als Kaffeesurrogat-Extrakt-Pulver im Handel erhältlich. Erhältlich als konventionelles Produkt oder als Bioware aus kontrolliertem biologischem Anbau.
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Malzkaffee
Geschützter Begriff, steht für koffeinfreies Getränk aus gemälzter Gerste. Alternative zum Bohnenkaffee.
Geschichte:
Während des Kaffeeverbots von 1780 und Napoleons Kontinentalsperre gegen England (1806) wurden Alternativen zu dem Luxusgetränk Bohnenkaffee gesucht und gefunden. Muckefuck (aus dem Französischen mocca faux = falscher Kaffee) und Blümchenkaffee waren bald die landläufigen Begriffe für Kaffee-Ersatz. Neben Frucht- und Getreidekaffee etablierte sich der aus Gerste hergestellte Malzkaffee.
Herstellung:
In Wasser eingeweichte Gerste wird zum Keimen gebracht. Dabei verwandelt sich Stärke unter anderem zu Malzzucker, Eiweiß wird in seine Aminosäuren gespalten. Der Keimprozeß wird durch Hitzeeinwirkung gestoppt. Beim anschließenden Rösten karamelisiert der Malzzucker, Farbe und Aroma entwickeln sich. Die Weiterverarbeitung erfolgt durch mahlen für die filterfähige Ware bzw. durch Extraktion und anschließende Sprüh- oder Gefriertrocknung für das Instant-Produkt.
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Feigenkaffee
Feigenkaffee ist ein traditioneller "Kaffee-Zusatz" welcher Jahrzehnte das Kaffeetrinken in Deutschland und auch weltweit geprägt hat. Je nach Geschmack wird der Feigenkaffee dem Bohnenkaffee beigemischt. Bei der Herstellung werden die gedarrten Feigen geröstet und anschließend gemahlen. Durch die Zugabe von Feigenkaffee zum Bohnenkaffe wird der Bohnenkaffee etwas magenschonender.
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Zichorie
Cichorium intybus (var. sativum) (Wurzelzichorie, Kaffeezichorie) gehört zur Familie der Korbblütler (Compositae).
Die Stammpflanze ist die bekannte, blau blühende Wegwarte (Cichorium intybus), die wilde Zichorie. Schon die alten Griechen und Römer nutzten die fleischige Rübe der Wegwarte als Heilmittel bei Magen-, Nieren- und Leberleiden, aber auch äußerlich bei Hautkrankheiten. Einen verstärkten Anbau der Wurzelzichorie löste zu Beginn des
18. Jahrhunderts eine Erfindung aus:
Die Gewinnung von Kaffee-Ersatz aus gerösteten Rüben!
Vor allem Friedrich der Große unterstützte den Zichorienanbau. 1797 gab es in Preußen bereits 19 Fabriken, die den "Preußischen Kaffee" herstellten. Noch bis in den Zweiten Weltkrieg wurde viel Zichorienkaffee getrunken.
Die Kulturform ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sie eine, auf dem Boden liegende, flache Blattrosette und eine kräftige, bis 25 cm lange Rübe aus. Im zweiten Jahr erfolgt die Blütenstandsbildung. Die Rübe enthält den typischen Korbblütler-Speicherstoff Inulin, ein Polymerisat aus bis zu 40 Fructose-Molekülen und einem Glucose-Molekül. Sie wird im Herbst des ersten Jahres geerntet.
Geröstet, gemahlen und gepreßt, wird Zichorie als Zugabe für den Kaffeeaufguß verwendet.
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Inulin
In der Tat tragen Ballaststoffe ganz wesentlich zu Wohlbefinden und Gesundheit bei. Sie sind selbst nicht verdaulich, aber sie fördern die Verdauung, regen den Darm an und beugen so Verstopfung vor. In Gemüse, Obst und Vollkornprodukten sind Ballaststoffe reichlich vorhanden. Die Ballaststoffe Inulin und Oligofructose wirken als sogenannte präbiotische Substanzen, weil sie im Darm als Substrat, also als Nahrung für die Milchsäurebakterien dienen.
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Quellen: Naturkost, Hobbythek, Biozentrum Universität Würzburg
